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Ölen statt salben

Wer reifer Haut Gutes tun will, sollte auf die Kraft der Natur setzen. Denn Pflanzenöle sind mitunter wirksamer als chemische Crèmes – und günstiger sind sie auch.

Anti-Aging! Dieses Wort beschert der Kosmetikindustrie jährlich Millionenumsätze. Denn viele Frauen – aber auch Männer – versuchen mit Crèmes und Seren, die Uhr etwas langsamer ticken zu lassen. Vergebens! «Entsprechende Produkte lassen vorübergehend die Hornschicht aufquellen, polstern diese kurz auf und lassen das Gesicht deshalb etwas glatter aussehen», sagt Pia Hess, die seit über 30 Jahre in Bern Naturkosmetik herstellt und ihr Fachwissen in Kursen weitergibt.

Die erfahrene Expertin und Autorin – ihr neustes Buch erscheint im Dezember – empfiehlt für die Regeneration reiferer Haut ein weit effektvolleres und darüber hinaus kostengünstigeres Mittel: natürliche Pflanzenöle. Diese kurbeln die Zellteilung ohne jegliche chemische Zusatzstoffe an, versorgen die Haut mit allen wichtigen Spurenelementen und Vitaminen, ohne deren Selbstregulierung zu stören. «Denn die meisten Konsumentinnen und Konsumenten überfüttern die Haut mit Nährstoffen und bringen sie damit aus dem Gleichgewicht – insbesondere, wenn sie diese jung halten wollen.» Ihr Fazit: «Weniger ist oft mehr.»

So pflegen wir uns richtig

  1. Im Winter eine reichhaltige Tagescrème benutzen. Der darin enthaltene Fettanteil schützt vor Kälte – und gibt der Haut jene Feuchtigkeit zurück, die ihr durch die trockene Luft oder in geheizten Räumen verloren geht. Wässerige Crémes sind für reife Haut untauglich, sie trocknen diese mitunter zusätzlich aus.
  2. Wer seine Haut zur Zellteilung anregen will: abends hoch-ungesättigte Pflanzenöle auftragen. Als Vorbereitung das Gesicht reinigen und mit Rosen- oder einem anderen Pflanzenwasser besprühen. Dann zwei, drei Tropfen der Pflanzenöle auf den Fingerspitzen verteilen und sanft auf das vorgenetzte Gesicht auftragen. Besonders nährend sind Öle der Wildrosen, Nachtkerzen, des Sanddorns oder Borretschs in Kombination mit Sesam- oder Rapsölen. Sie empfehlen sich insbesondere nach Krankheiten oder Stresssituationen, wenn die Haut besonderer Aufmerksamkeit bedarf – oder für die Wintermonate. «Der leichte Wasserfilm sorgt dafür, dass die Nährstoffe der Öle von der Haut aufgenommen werden – und belasten diese nicht unnötig mit Zusatzstoffen oder verstopfen gar deren Poren», sagt Pia Hess.
  3. Wer mit Naturkosmetik den Winterblues mildern will: Zitrusnoten – Grapefruit, Orange, Mandarine, Bergamotte – sind bekannt dafür, unsere Stimmung aufzuhellen. Man sollte entsprechende Düfte aber nie in Cremès, dafür aber in Duschgels oder Shampoos einsetzen. Denn Zitrusextrakte sind sogenannt phototoxisch, setzen der Haut im Zusammenspiel mit Sonnenlicht unnötig zu. Unter der Dusche jedoch gewährleisten sie uns schon morgens eine belebende Erfahrung und lassen selbst kaltnasse Tage etwas wärmer scheinen.


Pflanzenöle und -wasser kann man im Fachhandel kaufen, etwa bei Kosmetikanbietern wie Farfalla oder Pia Hess, Bern. Mehr Infos: www.farfalla.ch, www.pianaturkosmetik.ch

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