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Zürichs verborgene Bunker

Noch bis zum 28. Februar zeigt das Zentrum Architektur Zürich ZAZ die Ausstellung «111 Bunker. Entdecke das verborgene Zürich!». Die geführten «Bunkertouren» sind sicher ein Höhepunkt für an Militärgeschichte Interessierte.

Ein riesiger Stadtplan im ZAZ, das im ehemaligen Museum Bellerive beheimatet ist, zeigt 111 Bunker. Die Ausstellung macht Suren der Befestigungsanlagen von 1939 sichtbar, die heute noch in und um Zürich existieren. Bilder und Filme lassen Besuchende in die Zeit des Zweiten Weltkriegs eintauchen. Der Limmat entlang mitten durch die Stadt Zürich führte 1939 die Befestigungslinie. «Zürich war quasi die Bunkerhauptstadt der Schweiz», sagen die Initianten Noël Fäh und Domenic Schmid, die ihre Masterarbeit an der ETH zur Bunkergeschichte geschrieben haben. Die Limmatstellung erstreckte sich von der östlichen Landesgrenze bei Sargans durch Zürich bis zur Westgrenze bei Basel. Hätte die deutsche Wehrmacht von Norden angegriffen, wäre als Ergebnis dieser Strategie die Stadt Zürich wohl vollständig zerstört worden. Nach nur zehn Monaten wurden die in Eile erbauten Stellungen bereits wieder weitgehend aufgegeben. Weil Deutschland im Juni 1940 Frankreich besetzte, wurde die Schweizer Armee ins Réduit beordert und damit die Befestigungsanlagen in den Alpen zum Inbegriff des Schweizer Widerstands.

 

Das «Tourismusbüro für Befestigungsbauten» befindet sich noch bis zum 28. Februar im ZAZ  im Zürcher Seefeld. Im Büro werden Bunkerwanderkarten angeboten für die Routen «Wollishofer-Sperre», «Seebecken», «Limmatufer», «Buechhoger» und «Weihermatt». Zum Angebot gehören auch geführte Bunkerwanderungen am Üetliberg und Bunkerspaziergänge entlang der Limmat und des Seeufers.

 

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter Opens external link in new windowwww.zaz-bellerive.ch. Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr, Höschgasse 3, 8008 Zürich.