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Worauf basiert Tiershiatsu?

Tiershiatsu basiert auf den Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin. Shiatsu ist japanisch und bedeutet Finderdruck (Shi = Finger, Atsu = Druck). Beim Tiershiatsu wird allerdings mit sanften Techniken und nicht mit Druck gearbeitet. Denn auf Druck – der ja mitunter auch unangenehm sein kann – reagieren Tiere gerne mit Gegendruck. Tiershiatsu verfolgt aber das Ziel, das Tier dazu zu bewegen, mit dem Masseur/ Therapeuten zusammenzuarbeiten.

Illustration von Wellensittich, Schildkröte und Hund

Illustration von Wellensittich, Schildkröte und Hund

 

 

 

Welches sind die Grundprinzipien dieser Behandlungsmethode?

Qi ist die Quelle der Lebensenergie und fliesst laut der chinesischen Medizin entlang der Meridiane durch den Körper. Im Idealfall befindet sich das Qi im Gleichgewicht. Entlang der Meridiane können sich allerdings Blockaden in Form einer hohen oder niedrigen Konzentration von Energie bilden. Shiatsu möchte diese Ungleichgewichte wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Shiatsu aktiviert die natürlichen Selbstheilungskräfte und löst Blockaden. Ziel der Shiatsubehandlung ist es, einen harmonischen Energiefluss herzustellen. Je nach Problemstellungen kann eine Shiatsu-Behandlung mit Dehnungen, Rotationen und Passivbewegungen ergänzt werden.

 

Bei welchen Krankheitsbildern und Beschwerden kann Tiershiatsu

angewendet werden?

 

Bei motorischen Beschwerden wie:

  • Physisches Trauma
  • Verspannungen
  • Schmerzen
  • Gelenk- und Rückenprobleme

 

Bei gesundheitlichen Beschwerden:

  • bei Immunschwäche/Anfälligkeiten
  • bei chronischen Krankheiten
  • nach längerer Krankheit/Rekonvaleszenz
  • bei alten Tieren zur Unterstützung

 

Bei psychischen Beschwerden wie:

  • Trauma
  • Energielosigkeit
  • Unausgeglichenheit
  • Aggressivität

 

Für welche Tiere ist diese Behandlungsmethode besonders gut geeignet?

Shiatsu eignet sich grundsätzlich für alle Tiere. Also für Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, aber auch Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe, u.a.

 

Für welche Tiere kommt sie nicht infrage?

Es gibt keine Tiere, von denen man grundsätzlich sagen kann, dass Shiatsu für sie nicht in Frage kommt.

 

Wo sind die Grenzen von Tiershiatsu?

Tiershiatsu ersetzt nicht den Tierarzt. Das heisst also, dass bei unklaren Krankheitsbildern, bei akuten Erkrankungen und auch bei schweren Erkrankungen immer erst der Tierarzt oder die Tierärztin für eine entsprechende Untersuchung konsultiert werden soll und erst danach Tiershiatsu zur Anwendung kommt.

 

Wie muss man sich eine Behandlung konkret vorstellen?

Je nach Problemstellung ist der Behandlungsablauf nicht immer genau gleich. Deshalb ist es schwierig, einen konkreten Behandlungsablauf aufzuzeigen. Grundsätzlich sehen sich Tiershiatsu-Masseurinnen oder -Therapeuten das Tier erst einmal an und beobachten, wie es sich bewegt, wie es läuft, wie es sich verhält und wie der gesamte energetische Zustand ist. Dann erfolgt eine erste Kontaktaufnahme. Durch Abstreichen des ganzen Körpers wird die Durchblutung angeregt und gleichzeitig kann festgestellt werden, ob das Tier Verletzungen aufweist und wie die Energieverteilung aussieht. Danach werden je nach Problemstellung verspannte Körperstellen gelöst. Wenn nötig werden zudem jene Meridiane, bei welchen die Energie nicht harmonisch fliesst, ausgeglichen. Bei Bedarf wird die Behandlung noch mit Dehnungen und Rotationen ergänzt.

 

Arbeiten Tiershiatsu-Masseure und -Therapeutinnen auch mit klassisch praktizierenden Tierärzten zusammen?

Ja. Die Tiershiatsu-Masseure und -Therapeuten möchten aber gerne noch enger mit Tierärzten und Tierärztinnen zusammenarbeiten. Nach wie vor ist Tiershiatsu aber noch nicht so bekannt, sodass einige Tierärztinnen und Tierärzte etwas skeptisch sind.

 

Worauf muss man bei der Wahl einer Tiershiatsu-Expertin oder eines -Experten achten? Wie wird die Qualität gesichert?

Wichtig ist, dass der Tiershiatsu-Masseur oder -Therapeut eine solide Ausbildung absolviert hat. Die auf der Homepage des Verbandes Tiershiatsu aufgeführten Mitglieder verfügen alle über eine gute Ausbildung und haben auch das nötige Grundwissen in Anatomie und Tiermedizin. Es ist zudem wünschenswert, dass sich die Tiershiatsu-Masseurin oder -Therapeutin regelmässig weiterbildet. Auf der Homepage des Verbandes Tiershiatsu (www.verband-tiershiatsu.ch) findet man Tiershiatsu-Masseurinnen und -Masseure sowie Tiershiatsu-Therapeutinnen und -Therapeuten aus der ganzen Schweiz

 

 

Michaela Schneider, Tiershiatsu-Masseurin und Präsidentin VTS, Verband Tiershiatsu, Opens external link in new windowwww.verband-tiershiatsu.ch, Opens external link in new windowwww.pegasus-tiershiatsu.chOpens external link in new window
Mit freundlicher Unterstützung von Margrit Neukom, dipl. Tiershiatsu-Therapeutin