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«Wieso beisst unsere Katze beim Spielen?»

Haustiere tun Körper, Geist und Seele wohl, sind Tröster in der Not und lenken von den Alltagsorgen ab. Nicht immer verläuft das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier aber problemlos und manchmal leiden Fifi, Mausi & Co auch an gesundheitlichen Beschwerden. Eine Tierärztin beantwortet zwei wichtige Fragen zum Thema Katzen.

 

Illustration Katze

 

Die Fragen beantwortet Dr. med. vet. Marianne Furler, Verhaltensmedizinerin STVV

 

«Wir haben drei Hauskatzen, die sehr reinlich sind und brav das Katzenkistli benutzen. Ab und zu verrichtet eine von ihnen ihr Geschäft aber lieber in der Badewanne. Woran könnte das liegen und wie können wir ihr das wieder abgewöhnen.»

Die häufigste Ursache von dieser Art Unsauberkeit bei Wohnungskatzen, also Katzen ohne Freigang, ist eine nicht-artgerechte Katzenkistli-Situation. 3 Katzen brauchen 3bis 4 grosse, offene Katzenkisten, die nicht nebeneinander stehen. Katzen möchten Kot und Urin an verschiedenen Orten absetzen, daher braucht auch eine Katze, die allein lebt, 2 Katzenkistli. (Im Gesetz ist übrigens 1 Katzenkistli pro Katze vorgeschrieben.) Eine weitere Ursache für Unsauberkeit bei Wohnungskatzen ist fehlender Freigang oder Unverträglichkeit mit den anderen Katzen. Als erstes sollte also die Kistli-Situation überprüft werden und wenn das nicht hilft, sollte ein/e Verhaltensmediziner/in beigezogen werden.

 

«Unsere Katze, sonst eigentlich ein sanftes Tier, beisst beim Spielen und Streicheln öfter zu? Wie kann man ihr das abgewöhnen?»

Eine Katze, die beim Spielen beisst, sollte durch sofortigen Spielabbruch dazu erzogen werden, dass man nicht mit ihr spielt, wenn sie beisst. Oder man spielt so, dass die Katze in die Spielsachen beissen kann und die Hände weit genug weg sind. Beissen beim Streicheln ist in der Regel ganz etwas anderes, diese Katzen tolerieren Streicheln nur, wenn sie es wollen und oft nicht sehr lange. Ob dies auf eine mangelhafte Sozialisierung mit dem Menschen oder auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen ist, lässt sich in der Regel nicht sagen. Bei solchen Katzen muss man auf die Zeichen achten, die das Beissen ankündigen, z.B. Bewegen des Schwanzes. Sobald diese Anzeichen gezeigt werden, wird mit dem Streicheln aufgehört, also bevor die Katze auch mit Beissen reagiert.

 

 

Dr. med. vet. Marianne Furler, Verhaltensmedizinerin STVV. Die Schweizerische tierärztliche Vereinigung für Verhaltensmedizin ist eine Sektion der Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte (GST). Mehr Informationen unter Opens external link in new windowwww.stvv.ch.