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Wie kommt es zu Wadenkrämpfen?

Wadenkrämpfe sind oft sehr schmerzhaft und können in unterschiedlichen Situationen auftreten – beim Sport, in der Nacht oder beispielsweise bei Herbstwanderungen. Sportärztin Hannabeth Brühlmann erklärt, wie es zu Wadenkrämpfen kommt und was man dagegen tun kann.

Waden

Waden

 

Wodurch werden Wadenkrämpfe verursacht?
Es gibt viele Ursachen wie zum Beispiel Nervenkrankheiten. Meist ist der genaue Grund aber unbekannt. Man geht davon aus, dass Flüssigkeitsmangel, ein gestörter Mineralstoffhaushalt oder Überlastung Wadenkrämpfe begünstigen.

 

Welche Bevölkerungsgruppen sind davon betroffen?
Wadenkrämpfe treten vermehrt bei älteren Menschen auf, vor allem nachts. Auch da kennt man den genauen Grund nicht. Es ist jedoch bekannt, dass ältere Menschen häufig zu wenig trinken, was die Annahme des Flüssigkeitsmangels bestätigen würde.

 

Warum treten Wadenkrämpfe oft beim Wandern auf?
Wie alle sportlichen Aktivitäten kann auch das Wandern Wadenkrämpfe zur Folge haben. Das hat damit zu tun, dass die Belastung vielleicht ungewohnt ist, oder wenn zusätzliche Belastung entsteht wie etwa beim Bergabgehen. Hinzu kommt auch hier der Flüssigkeitsmangel. Obwohl die Luft in den Bergen trocken ist, wird oft zu wenig getrunken.

 

Was kann man als Sofortmassnahme tun?
Den betroffenen Muskel dehnen. Da fast immer die Muskeln verspannen, welche den Fuss und die Zehen nach unten ziehen, sollte man fest auf den Fuss stehen oder ihn aktiv hochziehen, eventuell mit der Hilfe einer Begleitperson. Nach dem Krampf den Muskel mit den Händen lockern und dehnen.

 

Wie lässt sich schmerzhaften Muskelverspannungen vorbeugen?

Durch regelmässiges Stretchen der Wadenmuskulatur, vor allem, wenn man es abends macht. Hilfreich ist auch ausreichendes Trinken, das heisst ca. 1,5 Liter pro Tag. Bei grösseren Belastungen etwas Salziges essen oder gelegentlich Basentabletten einnehmen, die eine Kombination von verschiedenen Mineralsalzen einschliesslich Magnesium enthalten und besser wirken als reines Magnesium. Auch regelmässiges Kraft- und Stabilisierungstraining hat sich bewährt. Bei neurologischen Krankheiten ist eine entsprechende medikamentöse Behandlung angezeigt.

 

 

Hannabeth Brühlmann ist Sportärztin

an der SportClinic in Zürich