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Was tun, wenn das «Geschäft» Mühe macht?

«Woran könnte es liegen, dass unser Hund beim Koten Probleme hat?» Dr. med. vet. Claudia Müller von der Klinik für Kleintiermedizin an der Universität Zürich erklärt, welche Ursachen zu diesem Verhalten führen können.

Illustration von Hund mit Halskrause

 

«Unser Hund – ein neunjähriger Mischling – hat von Zeit zu Zeit Mühe mit seinem Geschäft. Wenn er nach mehrmaligem Versuch endlich fertig ist, rutscht er auf dem Hintern noch einen Moment auf dem Boden herum. Muss ich mit ihm zur Tierärztin gehen?»

 

 

Antwort von Dr. med. vet. Claudia Müller*:

 

Wenn Ihr Hund wiederholt Mühe beim Kotabsatz zeigt, ist eine tierärztliche Untersuchung angezeigt. Neben diätetischen Gründen (Aufnahme von Fremdmaterial wie Haare, Holz oder Knochen) gibt es verschiedene Erkrankungen, die zu Kotabsatzproblemen und dem beschriebenen «Schlittenfahren» führen können.

 

Entzündungen oder Umfangsvermehrungen im Analbereich wie entzündete Analbeutel, Tumoren der Analbeutel oder Perinealhernien (Dammbruch) können zu dem beschriebenen Verhalten führen. Auch Erkrankungen, die den Darm im Beckenbereich von aussen einengen (Prostatavergrösserungen, Lymphknotenvergrösserung, Abszesse) oder Erkrankungen des Dickdarmes selbst (Polypen, Tumoren, Entzündungen) können Kotabsatzprobleme zur Folge haben. Neben diesen Gründen muss auch an Juckreiz gedacht werden, der durch parasitäre Erkrankungen (z.B. Bandwürmer) oder Allergien ausgelöst werden kann.

 

Es gibt somit viele verschiedene Ursachen für die beschriebenen Symptome. Je nach Befund wird Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt weitere Untersuchungen einleiten oder Therapievorschläge machen.

 

*Dr. med. vet. Claudia Müller, Oberärztin, Klinik für Kleintiermedizin, Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich.