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Tibetische Kinder für Schweizer Familien

Anfang der 1960er Jahre kamen auf Initiative des Oltner Industriellen Charles Aeschimann 160 tibetische Flüchtlingskinder in die Schweiz. Ein neues Buch berichtet, was aus ihnen geworden ist und leistet einen Beitrag zur Geschichte der Fremdplatzierung und Auslandsadoption in der Schweiz.

Waisenkinder aus Tibet sollten in der Schweiz bei Pflegefamilien ein neues Zuhause finden. Der 14. Dalai Lama wünschte, dass die Kinder mit einer guten Ausbildung zu ihren Familien ins indische Exil zurückkehrten oder gar in eine befreites Tibet. Anders als die Medien und manche Behörden in der Schweiz glaubten, waren viele der «Tibeterli» keine Waisen und es blieb oft unklar, ob die leiblichen Eltern mit der Verschickung ihrer Kinder einverstanden waren. Obwohl verschiedene Hilfswerke die «Aktion Aeschimann» kritisierten, liessen die Behörden den umtriebigen und engagierten Industriellen gewähren. Auch der Plan des tibetischen Oberhaupts ging nicht auf, kaum ein Kind kehrte zurück. Ein neues Buch zeigt, was aus den Kindern von damals geworden ist und wie sie die umstrittene Aktion heute beurteilen.

 

 

«Tibetische Kinder für Schweizer Familien. Die Aktion Aeschimann» von Sabine Bitter und Nathalie Nad-Abonji. Taschenbuch, 240 Seiten, Rotpunktverlag, Zürich 2018, ca. CHF 38.–.

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