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Schlafapnoe: Beatmungsmaske hilft auch beim Riechen

Wer im Schlaf Atemaussetzer hat, kann mit einer Beatmungsmaske nicht nur die Schlafapnoe behandeln, sondern auch den Geruchssinn wieder verbessern, so ein Forschungsergebnis aus dem Kantonsspital Aarau.

© iStockphoto

© iStockphotoGemäss der Lungenliga Schweiz leiden in der Schweiz 150’000 Menschen an Schlafapnoe. Es handelt sich dabei um Atemaussetzer in der Nacht, die zu Tagesmüdigkeit und Schläfrigkeit führen können – und zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen. Fachärzte des Kantonsspitals Aarau haben in einer Studie mit 35 Probanden herausgefunden, dass sich das regelmässige Tragen einer Beatmungsmaske beim Schlafen nicht nur als Behandlung gegen die Schlafapnoe lohnt, sondern sich auch positiv auf den Geruchssinn auswirkt. Das eingeschränkte Riechvermögen, das durch die Schlafapnoe negativ beeinflusst wurde, kann dank der sogenannten CPAP-Therapie wieder verbessert werden. Auf die Schlafapnoe jedoch hat der Geruchssinn keinen Effekt. 

 

25 der 35 Probanden mit einer mittleren bis schweren Schlafapnoe trugen die Beatmungsmasken zum Schlafen über drei Monate während gut zwei Drittel der Zeit. «Das Geruchsvermögen nahm bei diesen Patienten signifikant zu», sagt der Chefarzt Pneumologie und Schlafmedizin PD Dr. Sarosh Irani. Auch die anderen Teilnehmern konnten besser riechen. Die Ärzte führen dies auf  «eine mögliche Abnahme der Entzündungsvorgänge der Nasenschleimhaut» zurück. Irani ergänzt jedoch, dass es auch eine Rolle gespielt haben möge, dass die Aufmerksamkeit auf die Schlafapnoe bei einer Behandlung höher sei.