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Mundart-Pionier

Der Berner Psychiater und Schriftsteller Walter Vogt (1927-1988) hinterliess ein umfangreiches Werk. Das Buch «hani xseit» zeigt ihn als experimentierfreudigen Mundart-Autor abseits des heimeligen Berner Dialekts.

Walter Vogt war Psychiater mit eigener Praxis in Muri bei Bern und Schriftsteller. Mit seinem Roman «Wüthrich», einer bitterbösen Satire auf Ärzteschaft und Krankenhauswesen, gelang ihm 1966 der Durchbruch. Bisher wenig bekannt ist, dass er auch mit Mundart sprachlich experimentierte. Er prägte den Begriff «modern mundart», der bis heute die kritische Mundartliteratur der späten Sechzigerjahre kennzeichnet – im Gegensatz zum heimeligen Berndeutschen aus dem «bluemete Trögli», das hauptsächlich Schweizer Idylle besingt.

 

Im Buch «hani xeit», herausgegeben von Fredi Lerch, sind die bisher unveröffentlichten Mundart-Texte, Kolumnen und ein Hörspiel von Walter Vogt zusammengetragen. Sie laden zur Wiederentdeckung Vogts ein, sind ein Genuss für Dialekt-Liebhaber und animieren zum Nachdenken: «vo alge zu moos zu bäärlapp zu faarn zu roose zu gmües u vo schtappäärner zu bäärner zu schwizer zu möntsch zu zebra zu chrott zu schnägg zu amööbe zu nüüt.»

 

 

Walter Vogt: hani xeit. edition spoken script 25Walter Vogt: hani xeit. edition spoken script 25. Der gesunde Menschenversand, Luzern 2018, 236 S., ca. CHF 25.–