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Lichttherapie gegen Schlafstörungen bei Krebs

Nicht wenige Krebspatienten leiden im Krankheitsverlauf oder als Folge unter Schlafstörungen. Eine 30-minütige Lichttherapie am Morgen über einige Wochen kann ihre Schlafqualität erheblich verbessern, zeigt eine aktuelle Studie.

© Joerg Trampert  / pixelio.de

© Joerg Trampert / pixelio.de An der Studie nahmen 44 Krebspatienten des Mount Sinai Hospital in New York teil, die die Therapie bereits abgeschlossen hatten, aber noch immer unter chronischer Erschöpfung (Fatigue) litten. Sie erhielten eine Lichtbox, die entweder helles weisses Licht mit 1350 Lux oder gedimmtes Rotlicht mit weniger als 50 Lux abgab. Die Patienten sollten vier Wochen lang jeden Morgen nach dem Aufwachen 30 Minuten lang ihr Gesicht im Abstand von rund 45 Zentimetern mit Licht aus dieser Lichtbox bestrahlen. 

 

Durch das Licht werden Sinneszellen, sogenannte Rezeptoren, der Netzhaut aktiviert, die wiederum bestimmte Nervenverbindungen stimulieren und dadurch den zirkadianen Rhythmus einstellen. Hierbei handelt es sich um die Fähigkeit des Organismus, physiologische Vorgänge wie Schlaf, Verdauung, hormonelle Rhythmen etc. auf eine Periode von rund 24 Stunden zu synchronisieren – unabhängig von äusseren Faktoren wie der Helligkeit oder Temperatur. Vor Beginn der Lichttherapie, zwei Wochen nach ihrem Beginn, während ihrer letzten Woche und drei Wochen nach ihrem Abschluss wurden die Patienten zum Schlafbefinden befragt. 

 

Die Anwendung der Lichtbox mit weissem Licht erwies sich der Anwendung von gedimmtem Rotlicht als deutlich überlegen. Die Patienten, die sich mit weissem Licht bestrahlten, konnten die Effizienz ihres Schlafs auf ein normales Niveau anheben – Schlafqualität, Schlafdauer und Durchschlafverhalten verbesserten sich.

 

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