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Grosse Klappe

Das Doku-Drama «Bohemian Rhapsody» von Regisseur Bryan Singer zeigt den Aufstieg und Niedergang von Freddie Mercury, Sänger und Frontmann der Rockband Queen.

©  20th Century Fox, Warner Bros.

 

Hits wie «We Will Rock», «We Are The Champions» und natürlich «Bohemian Rhapsody» hallen noch über 25 Jahre nach dem Tod von Queen-Sänger Freddie Mercury nach. Der Titelsong hat es gar wieder in die Schweizer Hitparade geschafft.

 

Regisseur Bryan Singer, bekannt für den Thriller «The Usual Suspects» und die «The X-Men»-Comicverfilmungen, nahm sich zusammen mit Dokudrama-Produzent Graham King («The Aviator», «Ali») der aussergewöhnlichen Geschichte von Farrokh Bulsara an, dem Sohn einer Parsi-Immigrantenfamilie, die von der afrikanischen Insel Zanzibar nach Grossbritannien zog.

 

Farrokh, der sich schon als Jugendlicher Freddie nannte, wuchs in Middlesex, England, auf und studierte Design in London, wo er die späteren Bandmitglieder von Queen kennenlernte: Brian May (Gitarrist und Astrophysiker), Roger Taylor (Schlagzeuger und Biologe) und John Deacon (Bassist und Tüftler). In den frühen Siebzigerjahren verliebte er sich in Mary Austin, doch nach sieben Jahren realisierte Freddie Mercury, wie er sich umbenannt hatte, dass er homosexuell ist.

 

Mercury wurde zusehends extravaganter und unberechenbarer. Sein Sexleben ausschweifender, doch davon bekommt man in «Bohemian Rhapsody» ebenso wenig zu sehen wie von dessen traurigem Tod. Freddie Mercury war eines der ersten berühmten AIDS-Opfer und starb 1991 mit 45 Jahren. Regisseur Bryan Singer und vor allem die verbleibenden Bandmitglieder achteten darauf, dass der Ruf des flamboyanten Frontmanns mit der grossen Klappe – Mercury hatte vier Zähne zu viel, was für eine auffälligen Vorbiss sorgte – postum keinen Schaden nahm. Sie rückten vielmehr das musikalische Genie und dessen Arroganz, die seine Unsicherheit überspielen sollte, in den Vordergrund.

 

Herausgekommen ist mit «Bohemian Rhapsody» ein brillantes Dokudrama, das einen unglaublichen Rami Malek als Freddie Mercury zeigt und keine Sekunde langweilig ist. Doch auch die anderen Bandmitglieder sind hervorragend besetzt und phasenweise kaum von den ursprünglichen Musikern zu unterscheiden. Singers «Bohemian Rhapsody» ist wie der zeitlose Song ein Meisterwerk.

Bohemian Rhapsody, jetzt in den Kinos