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Der Kunst des feinen Lebens auf der Spur

Er schreibt Sätze, für die man ihn sofort liebt. «Eine blonde Frau, in sehr wenig Weiss gekleidet, kam auf sie zu, mit jedem Schritt ein Jahr älter.» Wie kann man mit wenigen, höflichen Worten so viel Entlarvendes sagen? Martin Suter kanns. Auch in seiner neuen Krimiserie mit dem Protagonisten Johann Friedrich von Allmen. Und dass der neue, dritte Krimi bestimmt eine Fortsetzung haben wird, merkt man spätestens am Schluss …

Portrait Martin Suter

 

Diesmal muss der notorisch unterfinanzierte Kunstfahnder und Gentleman von Allmen ein entwendetes Stilleben mit Dahlien von Henri Fantin-Latour aufstöbern. Das gelingt ihm selbstverständlich fast problemlos und wie immer zusammen mit seinem Butler Carlos und dessen hinreissender Maria.


Und wie immer ist der Fall nicht das Wichtigste in Suters Krimi. Lebenskunst und Savoir-vivre und vor allem dieser leichthändig-elegante, zart lakonische Ton in Suters Sprache sind viel wichtiger. Suchtfaktor sehr hoch. Man darf gespannt sein, wie der deutsche Schauspieler Sebastian Koch den Gentleman in der Fernsehverfilmung geben wird.  

 

 

Cover: Allmen und die Dahlien

 

 

Martin Suter: «Allmen und die Dahlien», Roman, Diogenes, Zürich 2013, 224 Seiten, CHF 26.90.