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Gentest verhindert Vererbung von Cystischer Fibrose

Mithilfe der Präimplantationsdiagnostik (PID) können an Cystischer Fibrose Erkrankte sicher gehen, dass ihre Kinder nicht auch damit geboren werden.

Die Cystische Fibrose ist zwar selten, aber brutal. Schleichend zerstört sie die Lunge der Betroffenen. Heute haben diese eine Lebenserwartung zwischen 30 und 38 Jahren, in den 70ern waren es sogar bloss 18 Jahre gewesen. Die Stoffwechselkrankheit ist häufig genetisch bedingt. Die Betroffenen müssen von Geburt an Medikamente einnehmen, täglich inhalieren und physiotherapeutische Übungen ausführen. Sonst würde die Lunge verschleimen und die Nahrung könnte nicht verdaut werden.

 

Wenn eine Frau, die daran erkrankt ist, Kinder kriegen möchte, liegt das Risiko für eine Vererbung bei 50 Prozent, wenn auch ihr Partner das Cystische-Fibrose-Gen in sich trägt. Die Erbkrankheit kann sich nur dann auf ein Kind übertragen, wenn beide Elternteile über das CF-Gen verfügen. Tückisch ist dies deshalb, weil jede 25. Person Trägerin dieses Gens ist, sich dessen jedoch nicht bewusst ist. So besteht die Gefahr, dass das Gen unwissend weitervererbt wird – mit fatalen Folgen.

 

Wie die Schweizerische Gesellschaft für Cystische Fibrose (CFCH) in einer Medienmitteilung schreibt, gibt es jedoch für die 1000 von dieser Krankkheit betroffenen Personen auch in der Schweiz bald die Möglichkeit, sich den Kinderwunsch auf sicherem Weg zu erfüllen – dank der Präimplantationsdiagnostik (PID). Bei der PID werden die Embryonen vorgängig untersucht. So lässt sich feststellen, ob der Partner das CF-Gen in sich trägt. Das Verfahren ist im Juni 2016 von den Schweizer Stimmberechtigten zum zweiten Mal befürwortet worden. Die CFCH spricht deshalb von «einem Meilenstein für die Gleichberechtigung». Dank PID wird es für Eltern, die bereits ein Kind mit CF haben, auch möglich sein, dass dessen Geschwister ohne das CF-Gen geboren wird.

 

www.cfch.ch