Kontakt

Redaktion Zeitlupe
Schulhausstrasse 55
Postfach 2199
8027 Zürich

Tel. 044 283 89 13

infoanti spam bot@zeitlupeanti spam bot.ch

» Kontaktformular

» Adressänderung mitteilen

Erinnerungen an den Vater

Hundertachtundzwanzig Briefe hat Salome Müller ihrem Vater geschrieben. Entstanden sind sie acht Jahre nach seinem Tod. Sie erzählen vom Leben mit ihm – und vom Leben ohne ihn.

Salome Müller: Love, Pa. Briefe an meinen Vater. Echtzeit Verlag

«Als du gestorben bist, fühlte ich mich wie ein Kind, das unter den Küchentisch kriecht und erst wieder hervorkommen will, wenn alles vorüber ist.» So lautet der zwölfte Brief, den die dreissigjährige Glarnerin Salome Müller ihrem verstorbenen Vater schreibt. Brief einundvierzig ist eine Feststellung: «Letzthin kam der Schmerz, der alte Freund, wieder zurück und setzte sich zu mir an den Tisch.» Und im letzten Brief stellt sie eine Frage: «Gell, es ist so, dass diese Traurigkeit nie ganz abfliesst? Ein bisschen Schaum bleibt.»

 

Diese Kürzestbriefe – Miniaturen, Gedanken, Erinnerungsfetzen, Fragen – sind im kleinformatigen, schmalen Bändchen «Love, Pa.» zusammengefasst. Sie erzählen von Sehnsucht und Trauer – und von der Suche nach dem, was war, und nie mehr zurückkommt. Die junge Autorin und Journalistin Salome Müller versucht, mit ihrem Schreiben dem Tod etwas entgegenzusetzen. Und sie schreibt, um sich zu trösten.

 

Salome Müller: Love, Pa. Briefe an meinen Vater. Echtzeit Verlag, Basel 2018, 134 S., ca. CHF 19.–

 

 

Salome Müller: Love, Pa. Briefe an meinen Vater. Echtzeit Verlag