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«Dürfen wir die Katze aussperren?»

Haustiere tun Körper, Geist und Seele wohl. Sie sind Tröster in der Not, treue Begleiter und lenken von den Alltagsorgen ab. Nicht immer verläuft das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier aber problemlos und manchmal leiden Fifi, Mausi & Co auch an gesundheitlichen Beschwerden. Eine Tierärztin beantwortet zwei Fragen zum Thema Katzen.

Illu einer Katze mit Augenklappe

Illu einer Katze mit Augenklappe

 

Die Fragen beantwortet Dr. med. vet. Marianne Furler, Verhaltensmedizinerin STVV

 

 

«Ich habe einen Hund, eine Katze und einen Freund. Während der Hund kein Problem ist, hat mein Freund vor den Katzenhaaren einen unüberwindbaren Ekel. Im Sommer ist das kein Problem, da die Katze sowieso meistens draussen ist. Nun ist aber Winter: Wir möchten zusammenziehen, aber die Katze soll dann nur noch im Eingangsbereich übernachten können. Ist das zumutbar?»

Das kommt ein bisschen auf die Katze an. Wenn sie sehr anhänglich und auf ihren Menschen bezogen ist, dann wird sie diese neue Regel wohl sehr frustrieren. Wenn sie eigentlich  hauptsächlich zum Fressen und Schlafen reinkommt und sie einen direkten Zugang zum Eingangsbereich hat, dann wird das wohl nicht so schlimm für die Katze. Es stellt sich aber wohl die Frage, wie man als Besitzerin damit umgeht, dass man seine Katze plötzlich aussperren muss ...

 


«Wir gehen demnächst in die Ferien, in dieser Zeit füttern unsere Nachbarn die Katze. Wie lange kann das gutgehen resp. ab welcher Feriendauer empfiehlt sich ein Tierheim?»

Wenn die Katze mit einer Katzenklappe Freigang hat, dann ist das Füttern durch die Nachbarn auch für mehrere Wochen eine gute Lösung, es ist einfach wichtig, dass die betreuenden Leute darauf achten, ob sie die Katze jeden Tag mal gesehen haben. Falls es sich um eine Wohnungskatze handelt, würde ich sie höchstens mal ein Wochenende allein lassen und sonst lieber ins Tierheim bringen. Auch wenn die Nachbarn sie füttern kommen, 23 Stunden ohne Freigang allein zuhause ist von einer Katze sehr viel verlangt, bzw. ist ihr nicht zumutbar.

 

 


Dr. med. vet. Marianne Furler, Verhaltensmedizinerin STVV. Die Schweizerische tierärztliche Vereinigung für Verhaltensmedizin ist eine Sektion der Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte (GST). Mehr Informationen unter www.stvv.ch.