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Die Sehbeeinträchtigung annehmen – statt zu verdrängen

Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen «SZBlind» hat in einer Studie untersucht, wie sich eine Sehbehinderung im Alter auf die Betroffenen auswirkt, und hat daraus Empfehlungen erarbeitet.

© Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen

© Schweizerischer Zentralverein für das BlindenwesenWer im Alter einen Teil seiner Sehkraft verliert, geht unterschiedlich damit um. Einige verdrängen die Tatsache, andere denken, es lohne sich «in meinem Alter» nicht mehr, etwas dagegen zu tun, und andere fürchten sich davor, dass die Beeinträchtigung immer stärker wird und sie als Folge davon ihre Selbstständigkeit im Alltag verlieren. Wenig erstaunlich, dass der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen «SZBlind» in seiner Studie «Coviage» herausgefunden hat, dass ein Drittel der Betroffenen psychisch darunter leidet. «Coviage» steht für «Coping with Visual Impairment in Old Age», auf Deutsch «Im Alter mit einer Sehbeeinträchtigung zurechtkommen».

 

An der Studie haben 1300 Personen teilgenommen. SZBlind hat aus den Ergebnissen der Studie einige Empfehlungen erarbeitet. Einerseits weist die Organisation in einer Medienmitteilung darauf hin, wie wichtig es sei, bei Anzeichen von Sehproblemen einen Augenarzt aufzusuchen. Es wird zudem empfohlen, das breite Betreuungsangebot zu nutzen, um mögliche Fragen aus dem Weg zu räumen. Sehr wichtig sei auch, das eigene Umfeld früh miteinzubeziehen. «Man kann mit einer Sehbeeinträchtigung leben lernen, anstatt sie zu verdrängen», schreibt SZBlind.

 

Spur lässt teilweise verhindern, dass Menschen, die im Alter immer schlechter sehen, Dinge aufgeben, die sie mögen: einen Text lesen etwa, von Hand schreiben, ins Kino oder ins Theater gehen, oder auf Naturwegen spazieren gehen. Die Studie hat nämlich auch gezeigt, dass Betroffene ihre Lebensqualität verbessern können, wenn sie «die Herausforderung annehmen und vorwärtsblicken». Blicken statt wegschauen, könnte man fast sagen.

 

Ausführliche Resultate zur Studie: Opens external link in new windowwww.szb.ch