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Die «Schweizer Filmwochenschau» geht online

Die von 1940 bis 1975 ausgestrahlte «Schweizer Filmwochenschau» prägte das Bild, das die Kinobesucher vom eigenen Land hatten. Jetzt werden die Sendungen digital zugänglich.

Kameramann und Chauffeur der «Wochenschau» während der Olympischen Winterspiele 1948 in St. Moritz. Foto: Cinémathèque Suisse

Kameramann und Chauffeur der «Wochenschau» während der Olympischen Winterspiele 1948 in St. Moritz. Foto: Cinémathèque Suisse

 

Die Eröffnung eines Lausanner Studentenheims, Frisurentrends, Gletscherlandungen im Engadin oder der Ungarnaufstand: Fünf bis acht Minuten lang war das halbamtliche Nachrichtenprogramm der «Schweizer Filmwochenschau», welches in den Kinosälen als Vorprogramm gezeigt wurde. Neben Radio und Zeitung bildete es bis zum Aufkommen des Fernsehens Mitte der Fünfzigerjahre die einzige Möglichkeit, gefilmte Nachrichten aus dem Inland über das Zeitgeschehen zu erhalten.

Mit der Gründung im April 1940 wolle der Bundesrat die Sicherheit im Land gewährleisten, die Neutralität stärken und ein Gegengewicht zur nationalsozialistischen und faschistischen Propaganda schaffen. Die 1650 Ausgaben, 9000 Berichte und 280000 Meter Film sind eine einmalige audiovisuelle Quelle der jüngeren Schweizer Geschichte und werden der Öffentlichkeit nun in einem Gemeinschaftsprojekt von Bundesarchiv, Cinémathèque Suisse und dem Verein Memoriav bis 2018 Schritt für Schritt digitalisiert zugänglich.

Die Beiträge, welche während des Krieges der Zensur unterstanden und deren Ausstrahlung für die Kinos obligatorisch war, liefern Einblicke ins Alltagsleben der Bevölkerung und trugen zur Überlieferung des immateriellen Kulturerbes bei.  «Diese Filmbeiträge sind Gedächtnis- und Erinnerungsorte, die Historisches in die Gegenwart bringen und damit unser kulturelles Erinnern massgeblich prägen», sagt Christoph Stuehn, Direktor des Vereins Memoriav.

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