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Die Schweizer Altersvorsorge fällt aus den Top Ten

Eine australische Studie vergleicht jährlich weltweit die verschiedenen Altersvorsorgesysteme. Die Niederlande und Dänemark schwingen oben aus, während die Schweiz leicht zurückgefallen ist.

© Foto von Jack Finnigan auf Unsplash

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© Foto von Jack Finnigan auf Unsplash

 

Wie gut ist das Schweizer Ergebnis mit 67,6 von 100 Punkten? Oberes Mittelmass, wenn man sich die Rangliste des «Melbourne Mercer Global Pension Index» anschaut. Die internationale Studie wird von der Beratungsunternehmen Mercer, dem Australian Centre for Financial Studies, und der Regierung des australischen Bundesstaates Victoria finanziert und jährlich veröffentlicht. In diesem Jahr zum zehnten Mal. Sie hat 34 Altersvorsorgesysteme anhand von über 40 Indikatoren miteinander verglichen. Immer mit dem Ziel, deren «Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität» zu messen, wie es in der Studie heisst.

 

Die Schweiz liegt in diesem Jahr auf Platz 11 von 34. Sie ist damit drei Plätze zurückgefallen und musste Chile, Neuseeland und Kanada an sich vorbeiziehen lassen. Deutschland und Irland liegen nur 0,8 Punkte hinter dem Schweizer Drei-Säulen-System, Österreich hingegen ist mit 54 Punkten noch schlechter eingestuft worden als etwa Polen. Die demografische Entwicklung Japans wiederum schlägt sich in der relativ tiefen Zahl von 48,2 Punkten nieder, was dem sechstschlechtesten Wert entspricht. Auf dem letzten Platz liegt nicht etwa Indien, auch nicht China, sondern Argentinien. Ganz vorne sind fast nordwesteuropäische Länder wie Dänemark, die Niederlande, Finnland, Schweden und Norwegen, einzig Australien konnte sich auf Platz vier dazwischenschieben.

 

Samuel Lisse, CEO von Mercer Schweiz, bewertet das Schweizer  Resultat folgendermassen: «Es zeigt sich, dass hierzulande ein gewisser Reformstau herrscht in der Altersvorsorge.» Insbesondere in der Angemessenheit, also in der Frage, welches Rentenniveau Arbeitnehmende in der Pensionierung erwarten können, liege man doch recht deutlich zurück. Gemäss dem Autor der Studie, Dr. David Knox, zeichne sich ein sehr gutes Rentensystem durch das richtige Gleichgewicht von Angemessenheit und Nachhaltigkeit aus.

 

Aus den Studienergebnissen leitet Mercer Schweiz ab, dass hierzulande eine Steuerbegünstigung für monatliche Rentenzahlungen anstelle einer einmaligen Kapitalauszahlung empfehlenswert wäre. Wie auch eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters als Anpassung an die gestiegene Lebenserwartung sowie unter anderem auch eine stärkere Einschränkung, wenn jemand einen Teil des Geldes schon vor dem Renteneintritt beziehen möchte.

 

Opens external link in new windowDer vollständige Studienbericht gibt es hier zum Herunterladen.