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Die Katze im Dienst der Wissenschaft

Über 1,4 Millionen Katzen leben in der Schweiz. Viele davon sind ausgeprägte Jäger. Ihre Beutetiere bieten für die Wissenschaft einen reichen Fundus an Informationen. Ein Projekt in den Kantonen Bern und Solothurn wertet diesen nun aus.

© Thomas Briner, Naturmuseum Solothurn

 

«Zeig mir Deine Maus, Katze!» heisst das Projekt, das noch bis Ende November in den Kantonen Bern und Solothurn läuft. Katzenhalterinnen und Katzenhalter sollen die Beutetiere ihrer Katzen einer Abgabestelle übergeben, statt diese zu entsorgen. Ziel des Projektes ist es, das Wissen über die Verbreitung und das Artenvorkommen von Kleinsäugern zu erweitern. Über die Lebensräume von Mäusen, Spitzmäusen, Fledermäusen, Schläfern und Wieseln ist nur wenig bekannt, obwohl sie den Grossteil der einheimischen Säugetierfauna ausmachen. Viele dieser Arten leben heimlich, sehen sich oft sehr ähnlich und gelten oft als Schädlinge. Die neuen Erkenntnisse sollen zudem Grundlagen für Fördermassnahmen für seltene oder geschützte Arten bilden. Die Daten finden auch Eingang in den neuen Säugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein, der 2021 erschienen wird. Die abgegebenen Tiere ergänzen ausserdem die Sammlung des Naturmuseums Solothurn.

 

Insgesamt 16 Abgabestellen nehmen die Beutetiere entgegen, es handelt sich dabei um 12 Tierarztpraxen, einen Naturpark, ein Tierheim, das Naturhistorische Museum Bern und das Naturmuseum Solothurn.

Liste: Opens external link in new windowwww.bit.ly/katze-maus. Es können auch anderweitig tot aufgefundene Tiere abgegeben werden.

 

Mehr über das Projekt des Naturmuseums Solothurn und des wildtierbiologischen Büros Quadrapoda in Bern findet man unter Opens external link in new windowwww.bit.ly/katze-maus