Kontakt

Redaktion Zeitlupe
Schulhausstrasse 55
Postfach 2199
8027 Zürich

Tel. 044 283 89 13
Fax 044 283 89 10

infoanti spam bot@zeitlupeanti spam bot.ch

» Kontaktformular

» Adressänderung mitteilen

Der illegale Handel boomt

Nach dem Waffen-, Menschen- und Drogenhandel gehört der illegale Wildtierhandel zu den lukrativsten kriminellen Aktivitäten weltweit. Er stellt eine erhebliche Bedrohung für das Überleben vieler Arten dar.

Elefant und Nashörner

Elefant und Nashörner

© parsing eye/ unplash

 

 

Geschmuggelt werden unter anderem Elfenbein, Nashorn-Horn, Schildplatt, Korallen und Reptilienhäute, aber auch lebende Tiere wie Vögel, Reptilien, Fische, Menschenaffen und zahlreiche weitere Säugetiere.

 

Die Jahresgewinne aus dem illegalen Handel mit Tier- und Pflanzenarten und deren Produkten werden auf bis zu 19 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Drahtzieher kommen meist aus Kreisen der organisierten Kriminalität, was die Bekämpfung ihrer Machenschaften zu einer grossen Herausforderung macht. Entschlossene und konsequente Massnahmen sind unerlässlich, insbesondere im Bereich der Strafverfolgung.

 

 

In vielen Ländern sind die Risiken für die Täter aber viel zu gering, da nur milde Strafen drohen, während auf der anderen Seite enorme Gewinne locken. Korruption, politische Instabilität in den Herkunftsländern, mangelnde Ausbildung von Ermittlungs- und Strafbehörden sowie fehlendes Equipment für eine angemessene Spurensicherung stellen weitere Probleme bei der Bekämpfung des illegalen Artenhandels dar.

Luxusgüter aus Wildtierbestandteilen – insbesondere Elfenbein, Nashorn-Horn, Reptilienleder oder Pelzprodukte –, aber auch exotische Haustiere sind auf dem Schwarzmarkt gefragt wie nie zuvor. Auch der Schweizer Zoll beschlagnahmt jährlich unzählige exotische Tiere und Tierprodukte, die in oder durch die Schweiz in andere europäische Länder gebracht werden.

 

Stiftung für das Tier im Recht (TIR) – Rat von den Experten: Haben Sie Fragen rund um das Tier im Recht? Kontaktieren Sie uns unter infoanti spam bot@tierimrechtanti spam bot.org oder unter der Telefonnummer 043 443 06 43. Weitere Informationen finden Sie unter www.tierimrecht.org.

 

Nachhaltige Nutzung sicher stellen

 

Der Handel mit gefährdeten oder bedrohten Tiere und Pflanzen sowie mit ihren Teilen und Erzeugnissen wird durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geregelt. Die Schweiz gehört zu den Erstunterzeichnern des 1975 in Kraft getretenen Abkommens, das heute rund 5600 Tier- und 30000 Pflanzenarten umfasst. Ziel des Abkommens ist es jedoch nicht, den internationalen Handel mit Wildtieren und -pflanzen generell zu unterbinden, sondern vielmehr eine nachhaltige Nutzung sicherzustellen.

 

Um endlich eine abschreckende Wirkung auf Schmuggler, Wilderer und Abnehmer zu erzielen, müssen die Strafbestimmungen sowohl in den Herkunfts- als auch in den Transit- und Bestimmungsländern verschärft werden. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach entsprechenden Produkten zu senken. Hierfür bedarf es der Aufklärung und der Sensibilisierung der Bevölkerung. Tier im Recht (TIR) macht sich gegen den illegalen Tierhandel stark und stellt auf www.tierimrecht.org umfangreiche Informationen zum Thema zur Verfügung.

 

 

 

Christine Künzli, MLaw, stv. Geschäftsleiterin und Rechtsanwältin Stiftung für das Tier im Recht (TIR)

Christine Künzli, MLaw, stv. Geschäftsleiterin und Rechtsanwältin Stiftung für das Tier im Recht (TIR)