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Das violette Wunder

Die Aubergine sollte eigentlich schon längst das Lieblingsgemüse aller Vegetarier sein, weil sie so geschmackvoll, nahrhaft, gesund und vielfältig ist. Lesen Sie, was die Eierfrucht bei Allergien, Cholesterin, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht oder bei der Verdauung bewirken kann.

Drei Auberginen auf Teller

Drei Auberginen auf Teller

 

 

 

Das bewirken Auberginen

 

Allergien

Wer an Heuschnupfen leidet oder allergisch auf Gräser- und Getreidepollen reagiert, sollte sich vor Nachtschattengewächsen wie Auberginen, Tomaten, Peperoni und Kartoffeln hüten. Es könnte sein, dass bei deren Genuss eine sogenannte Kreuzreaktion eintritt. Ein Brennen oder Jucken beim Schälen kann ein erstes Anzeichen dafür sein.

 

Cholesterin

Die violetten Farbstoffe der Aubergine, auch Eierfrucht genannt, können das Gesamtcholesterin im Blut senken und den Anteil des guten HDL-Cholesterins erhöhen, also erwünschte Effekte hervorrufen.

 

Diabetes

Auberginen enthalten wenig Kalorien, mit 0,2 Gramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch kaum Fett und mit fast 93 Prozent viel Wasser. Für Diabetikerinnen und Diabetiker bedeutet dies also grünes Licht.

 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie bei vielen Gemüsen wirken bei der Aubergine sekundäre Pflanzenstoffe schützend für die Gesundheit. Ernährung mit viel Gemüse wirkt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv.

 

Übergewicht

Auberginen enthalten nur 18 Kalorien pro 100 Gramm. Bei fettarmer Zubereitung eignen sie sich also bestens für eine schlanke und trotzdem schmackhafte Ernährung. Da sie aber zu fast 93 Prozent aus Wasser bestehen, ist der Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen gering – etwas Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin C, Folsäure, Eisen, Kalium, Beta-Carotin – und die sitzen vor allem in der Schale und nicht im Fruchtfleisch.

 

Verdauung

Wegen ihres bitteren Geschmacks wurde die Aubergine lange als «Mela insana» – krank machender Apfel – oder als «Dollapfel» verspottet. Das trifft auf die rohe Frucht zu, denn sie enthält, wie rohe Kartoffeln, den giftigen Inhaltsstoff Solanin. Auberginen können deshalb nur gekocht gegessen werden. Aber dann fördern sie durch die Ballaststoffe die Verdauung und so die Gesundheit.

 

 

 

Fachliche Beratung:

Marianne Hug, dipl. phil.  II, Ernährungswissenschaftlerin, Zürich