Kontakt

Redaktion Zeitlupe
Schulhausstrasse 55
Postfach 2199
8027 Zürich

Tel. 044 283 89 13
Fax 044 283 89 10

infoanti spam bot@zeitlupeanti spam bot.ch

» Kontaktformular

» Adressänderung mitteilen

Blutdrucksenker ab 85 mit Vorsicht geniessen

Alte und gebrechliche Patientinnen und Patienten haben ein erhöhtes Sterberisiko und Gedächtnisprobleme, wenn ihr Blutdruck mit Medikamenten zu stark gesenkt wird. Dies haben Forschende der Universität Bern und der Universität Leiden (NL) in einer gross angelegten Studie entdeckt – und relativieren damit die offiziellen Empfehlungen zu Blutdrucksenkern.

Für ihre Arbeit wurden sie vom Kollegium für Hausarztmedizin mit dem Forschungspreis 2018 ausgezeichnet. Hoher Blutdruck mit Medikamenten zu senken hilft vielen Menschen und rettet Leben, speziell bei über 60-jährigen Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig altert die Bevölkerung – Menschen über 80 sind die am schnellsten wachsende Altersgruppe und gleichzeitig die am schwierigsten zu erforschende.

 

«Je tiefer je besser», lautet die allgemeingültige Empfehlung in Sachen Blutdruck. Bei allen über 60-Jährigen sollen die Blutdruckwerte auf unter 130mmHg gesenkt werden. Dass sich diese Empfehlung nicht auf alle älteren Patientinnen und Patienten gleichermassen anwenden lässt, belegen nun die Forscherinnen und Forscher vom Institut für Hausarztmedizin der Universität Bern (BIHAM): «Solche Studien schliessen über 85-Jährige und gebrechliche Menschen mit mehreren Krankheiten und mehreren Medikamenten aus, die an einer Demenz leiden, im Pflegeheim wohnen oder sonst gebrechlich sind. Bei diesen Patientinnen und Patienten können Blutdrucksenker zu einem höheren Sterberisiko und zu einem schnelleren kognitiven Abfall führen.»

 

Opens external link in new windowwww.biham.unibe.ch