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Auch genetische Defekte führen zu mehr Karies

Forschende der Universität Zürich konnten nachweisen, dass nicht nur Bakterien, sondern auch mutierte Gene dem Zahnschmelz schaden.

(c) berwis  / pixelio.de

(c) berwis / pixelio.deDie Meldung mag für einige ein Trost sein, für andere eine Ernüchterung: Wer seine Zähne gut pflegt, ist trotzdem nicht davor gefeit, Karies an seinen Zähnen zu bekommen. Forscherinnen und Forscher der Universität Zürich konnten nun aufzeigen, weshalb dies so ist. Sie konnten «erstmals einen Genkomplex identifizieren, der für die Bildung von Zahnschmelz verantwortlich ist», schreibt die Universität in einer Medienmitteilung. Denn erst wenn der Zahnschmelz angegriffen worden ist, kann Karies in die Zähne eindringen. Ein gesunder Zahnschmelz ist entscheidend für gesunde Zähne.

 

Die beiden Teams vom Zentrum für Zahnmedizin und vom Institut für Molekulare Biologie erzielten die neuen Erkenntnisse dank Mäusen mit unterschiedlichen Mutationen in den Schmelz-Proteinen. «Alle Mäuse mit Mutationen in diesen Proteinen zeigen Schmelzdefekte an ihren Zähnen. Damit konnten wir aufzeigen, dass ein direkter Zusammenhang besteht zwischen Mutationen in den genetischen Bauplänen für diese Proteine und der Entwicklung von Defekten im Zahnschmelz», erklärt Pierfrancesco Pagella, einer der beiden Erstautoren der Studie.

 

Die Studie ist trotz allem auch eine gute Meldung für Menschen, die trotz gesunder Mundhygiene immer wieder Löcher in ihren Zähnen bekommen. «Dank neuer Produkte, die ein Fortschreiten von Zahnkaries bei defektem Zahnschmelz verhindern, werden wir die Mundgesundheit von Betroffenen deutlich verbessern können» , sagt Thimios Mitsiadis,  Professor für Orale Biologie vom Zentrum für Zahnmedizin.