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Am Anfang war die Gebirgsfotografie

Das Musée de l’Elysée in Lausanne zeigt in einer spektakulären Fotoausstellung auf, dass man sich bei uns erst durch die Fotografie ein Bild von den Gebirgslandschaften machen konnte.

John Jullien, Überquerung des Eismeers, um 1880 © Musée de l’Elysée, Lausanne

Jacques Pugin, #001 Gletscher, Rhonegletscher, 46°34’48» N 8°23’12’’ E, 2015 © Jacques Pugin, Sammlung des Musée de l’ElyséeIns Auge, in den Sinn. So lässt sich in etwa beschreiben, was derzeit eine Fotoausstellung in Lausanne deutlich macht. Nämlich, dass die Gebirgslandschaft kein Gesicht hatte, bevor sich nicht die ersten waghalsigen Fotografen Ende des 19. Jahrhunderts in die Höhe wagten. 

 

Damals war nicht weniger als eine Expedition notwendig, um in den hochalpinen Gebieten zu fotografieren. Erschwerend dazu kamen noch die schwierigen Licht- und Aufnahmeverhältnisse. Vom Fotografen Auguste-Rosalie Bisson ist beispielsweise  bekannt, dass seine Fotoausrüstung 250 Kilo schwer war.

«Grenzenlose Gipfel. Gebirgsfotografien» wartet mit knapp 300 Exponaten auf. Darin finden sich neben historischen Aufnahmen nicht minder imposante Bilder aus den letzten Jahren – etwa ein Foto der eindrücklichen Steilwand der Lenzspitze im Wallis. Die Fotos sind in vier inhaltliche Ausrichtungen unterteilt: wissenschaftliche und touristische Fotografie, Bergsteiger- und künstlerische Fotografie.

 

Mehr als drei Viertel der Exponate stammen aus dem Archiv des Musée de l’Elysée, das rund 4000 Abzüge aus der Gebirgsfotografie besitzt. Die Ausstellung ist die erste ihrer Art über das Thema. Die Bilder entfalten gerade im Grossformat ihre Wucht und lassen erahnen, wie beeindruckend die Berge, die Gletscher und die «weisse Wüste» wohl beim Fotografieren gewesen sein müssen.

 

«Grenzenlose Gipfel – Gebirgsfotografien» («Sans limite – Photographies des montagnes»). Musée de l’Elysée, Lausanne, noch bis am 30. April 2017. Di. bis So., 11 bis 18 Uhr. Eintritt für AHV-Bezügerinnen und -Bezüger: CHF 6.–. Mehr Informationen: Opens external link in new windowwww.elysee.ch

 

John Jullien, Überquerung des Eismeers, um 1880 © Musée de l’Elysée, Lausanne