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Die immer neue Tradition

Die «Fränzlis da Tschlin» sind schon seit vielen Jahren mit ihrer lebendigen Bündner Volksmusik unterwegs. Die Gruppe verjüngt sich stetig – und jetzt haben die Frauen die Mehrheit übernommen.

Ils Fränzlis da Tschlin

Ils Fränzlis da Tschlin

 

 

Sie kommen von ganz unten im Unterengadin, aber von ganz oben am Berg, aus Tschlin. Und die «Fränzlis» haben es sich zu ihrer wohlklingenden Aufgabe gemacht, der Bündner Volksmusik die Geige zurückzugeben, die in den letzten Jahrzehnten vom Schwyzerörgeli oft etwas an den Rand gedrängt worden ist. Vorbild und Namensgeber ist der legendäre blinde Geiger Franz-Josef «Fränzli» Waser, der mit seinen Brüdern und Mitmusikern vor über hundert Jahren von Tanzfreudigen ebenso geliebt wie von Sittenstrengen gefürchtet wurde.

 

Die neuen «Fränzlis» spielen viele traditionelle Melodien – und wissen, dass Traditionen nur überleben, wenn sie sich erneuern. CD Nr. 5 (romanisch «Tschinch») bringt auch eine neue Besetzung: Neben den Gründungsmitgliedern und Brüdern Domenic (Klarinette) und Curdin Janett (Bass) spielen jetzt auch Domenics Tochter Anna Staschia (Violine) und Curdins Töchter Madlaina (Viola) und Cristina (Cello).

 

Das Familienstreichquartett mit Soloklarinette brilliert mit einem abwechslungsreichen Programm, das viel Liebe zur Musik Mittel- und Osteuropas widerspiegelt. Die Eigenkompositionen der fünf Fränzlis verraten viel Humor und Selbstironie – in Titeln wie «Olga an der Wolga» oder «Schnulza sül C» wie auch in der Musik. Und so ganz nebenher demonstrieren sie den Schweizer Sonderfall, dass unsere Polka deutlich langsamer dahertönt als die von weiter östlich, die hierzulande Schottisch genannt wird.    

 

«Ils Fränzlis da Tschlin: No. 5 – No. Tschinch», Zytglogge.